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Der bewusste Umgang mit dem Wort
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Ein Bauernbub sitzt in der Münchener Straßenbahn
und starrt unentwegt auf den mächtigen Kropf
des ihm gegenübersitzenden Mannes.
Eine ganze Weile hält dieser das Anstarren aus,
dann reißt ihm die Geduld.
„Wennst net bald woanders hinschaust,
nacha fress i di.“
Der Junge grinst:
„Schluck erscht den Andern nunter.“
Da sind sich also zwei „Gleichwertige“ begegnet,
doch das ist nur selten der Fall.
Besonders Menschen mit Körperfehlern,
Gebrechliche und Alte
reagieren auf böse Worte
gereizt oder gekränkt.
Darum sollten jene Leute,
die ihre Zunge nicht in Zaum halten können,
besonders oft an den alten
und immer wieder aktuellen Spruch denken:
„Was du nicht willst,
das man dir tu‘,
das füg‘ auch keinem anderen zu.“
Lustiges Sticheln,
harmlose Scherze auf Kosten anderer,
witzige Bemerkungen über sie
und dies alles gewohnheitsmäßig,
das ist recht unterhaltsam und ungefährlich –
aber doch wohl nur unter Gleichwertigen
und ungefähr Gleichaltrigen.
Ansonsten wirkt die Ausrede
„Ich hab‘ es nicht so gemeint“ unglaubhaft.
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den bewussten Umgang mit dem Wort.
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