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Newsletter Objekt vom 17.01.2005

Bitte lächeln verehrte Rhetorik-Freunde!
Humor ist weltweit ansteckend.

Ist es richtig?
Lächeln verschönt jedes Gesicht,
handelt es sich um die Grübchen
im Kinn einer jungen Frau
oder um die Fältchen
an den Augen einer
grauhaarigen Vielerfahrenenen.

Die Heiterkeit ist nicht nur
das wirksamste aller kosmetischen Hilfsmittel,
das Lachen ist eine wunderbare Medizin,
an welcher sogar der liebe Gott
seine Freude haben muss:
denn böse Menschen
lachen nicht.
Genau genommen ist dieser Newsletter
keine Lektüre für den Aktenordner,
sondern für die Hausapotheke.
Nehmen Sie so oft wie möglich
einen kräftigen Schluck
aus dieser Humor-Destille.

Damit regen Sie die Säfte
Ihres biologischen Haushalts an.
Gönnen Sie der strapazierten Galle
die Erholung
und trainieren Ihr Zwerchfell
für den persönlichen und beruflichen Wettlauf.
So kommen Sie besser
über die Hürden des Alltags
mit dem vielen kleinen Ärger.

Kommen Sie mit!
Sie sind eingeladen
zu einem erfrischenden
Spaziergang durch den Garten,
den wir für Sie angelegt haben.
Hier können Sie ganz unterschiedliche
Gedanken pflücken.

Wussten Sie schon?
Graf Bobby hat nur ein einziges Mal
in seinem Leben
eine Rede gehalten.
Das war auf dem Kasinoball,
als Bobby soeben seinen Abschied
genommen hatte.
Mit Hilfe Muckis und des Grafen Schmeidel,
der als ein scharfer Denker galt,
hatte er eine schöne Rede ausgearbeitet,
aber er konnte sie sich
beim besten Willen nicht merken.
Als es daher so weit ist und Bobby
an der Festtafel sein Glas erhebt,
muss Mucki ihm aus dem Manuskript
unauffällig soufflieren.
Alles geht gut.
Bobby bleibt nicht ein einziges Mal stecken.
Nur gegen Schluss seiner Ausführungen
wird er zusehens unsicherer.
"Ich werde", spricht er mit erhobener Stimme,
"dies alles niemals vergessen!
Niemals werde ich vergessen, wie schön es war
auf unseren unvergesslichen Festlichkeiten - äh -
unseren äh Festen und - und - "
Er steckte rettungslos fest.
Mucki flüsterte: "Bällen!"
Bobby machte ein ratloses Gesicht und fragt
mit fassungsloser Stimme:
"Wie bittschön?"
"Bällen!" sagt Mucki energisch und etwas lauter.
Bobby zuckt verlegen die Achseln und sagt:
"Wau, wau!"

Worum geht es?
Anekdoten, um wendige humorvolle Reaktionen und Antworten!
Es geht uns darum,
dass Sie souverän reagieren.
Argumentieren ohne zu verletzen,
schnell kontern und heikle Situationen meistern.

Wenn Sie schlagfertig werden wollen,
lesen Sie weiter unsere Newsletter oder besser noch,
besuchen Sie unsere bewährten 5-tägigen
Intensiv-Rhetorik-Trainings im Studio und Trainingspark
in Bornheim bei Bonn!
Oder kommen Sie in unsere Dependance nach Berlin.
Sie Termine finden Sie hier
http://www.rhetorik-online.de/e24/e29/index_ger.html

Gerne verraten wir Ihnen die besten Rezepte
für treffende Antworten.
Mit Charme und Wortwitz
lassen sich viele Situationen
"entspannen" - und auch bei anderen
punktet man mit
diesen Qualitäten.
Festigen auch Sie Ihre kreativen Reaktionen.

Im juristischen Staatsexamen fragt der Prüfer:
"Was ist Betrug?"
"Betrug wäre es zum Beispiel, Herr Professor,
wenn Sie mich durchfallen ließen!"
"Unverschämtheit! Wie meinen Sie das?"
"Nach der juristischen Definition bezeichnet
man als Betrug eine Handlung,
in der jemand die Unkenntnis
eines anderen zu dessen Schaden ausnutzt."

Aus der Praxis:
Zu einem Geschäftsessen wird mir häufig
vorab ein Aperetif gereicht.
Besonders angenehm ist es,
den Aperetif im Stehen zu genießen.
Dabei haben die Gastgeber die Möglichkeit,
die Gäste zu begrüssen
und miteinander bekannt zu machen.

Und schon passiert das Malheur:
Sie stolpern und verschütten Ihren guten Durstlöscher.
Im gleichen Moment werden Sie
an den Tisch gebeten.
Glas und Pfütze bleiben an der Bar zurück.
Ein Gast fragt Sie provokant und herausfordernd,
hörbar für alle:
"Passiert Ihnen das zu Hause häufiger?"
Gelassen, niveauvoll und überraschend
könnten Sie jetzt kontern:
"Nein, das nicht.
Nur wenn, dann spricht bei uns zu Hause
niemand darüber!"
Der Beifall des Gastgebers und aller anderen Gäste
ist Ihnen sicher.

Ohne Loriot fände ich das Leben nur halb so schön.
Deutschlands bekanntester Humorist sagte:
"Ich liebe Umgangsformen und Umgangsregeln,
weil ich glaube, dass es die einzige Möglichkeit ist,
gefahrlos miteinander umzugehen."

Was die Figuren Loriots sagen.
Ach! ... Ach was! ... Ah - ja ...
Aha! ... Ahso! ... äh ...
Jaaaa - eh ... Mhm ... mhm ... hm-hm ...
Mo...ment... Ach! Ach was!
äh ... jaaa - eh ... Mhm ...
Mo...ment

Kernsätze ...
... die in den allgemeinen Sprachgebrauch
eingangen sind:
"Wo laufen Sie denn?"
"Die Ente bleibt draußen."
"Berta, das Ei ist hart."
"Das ist das Größte!"
"Da ist so'ne Ritze in der Mitte..."

Für den eisernen Schimpfwortschatz geeignet:
"Jodelschnepfe!"
"Winselstute!"

Lassen Sie sich nie
zur Zielscheibe des Spotts machen.
Auf einen persönlichen Angriff
können Sie auch etwas völlig Absurdes sagen:
"Wenn Sie einen Blitzableiter brauchen,
dann sagen Sie mir bitte,
ob Paris die Hauptstade von England ist?"

Sie werden bei dieser Trainingsempfehlung
nicht nur hell auflachen
oder vergnügt schmunzeln.
Sie werden auch lernen,
wortgewandt zu reagieren.
Auf einer Party werden Sie
von einem befreundeten Möchtegern-Schelm
mit folgenden Worten eingeführt:
"Er ist nicht so dumm,
wie er aussieht."
Sie möchten im Boden versinken.
Ihnen fehlen die Worte.
Sie kontern?
"Darin unterscheide ich mich eben
von meinem Freund."

Um in kritischen Situationen
beweglich zu bleiben
und die Fäden in der Hand zu behalten,
heißt es:
Reagieren Sie nicht sofort,
sondern treten innerlich einen Schritt zurück.

Hier nun:
Die goldenen Regeln -
schnell, souverän und heikle Situationen
zu meistern.
Trainieren Sie täglich.
Denn alte Gewohnheiten
stehen uns im Wege.
Mit jedem Tag wird es leichter fallen,
auch bei scheinbaren Ärgernissen,
positiv zu reagieren.

So können Sie lernen,
auch bei Störungen
oder bei unerwarteten Ereignissen
immer niveauvoll zu (re)agieren und
eine attraktive Außenwirkung
zu erzeugen.

1. Bereiten Sie sich auf eine Unterhaltung vor.
Sehr oft kennt man die Lieblingsargumente
des Gesprächspartners und kann sich im voraus
eine schlagfertige Antwort überlegen.

2. Hören Sie aufmerksam zu. Nur wenn Sie genau
mitbekommen, was Ihr Gesprächspartner sagt,
können Sie treffend reagieren.

3. Denken Sie daran, dass die meisten Wörter
mehrere Bedeutungen haben. Versuchen Sie,
ein Wort in einer anderen Bedeutung zu verwenden,
als Ihr Partner es getan hat.

4. Versuchen Sie, eine scheinbar logische, aber abwegige
Folgerung aus einer Behauptung Ihres Gesprächspartners
zu ziehen.

5. Beobachten Sie Rede- und Antwortechnik bei anderen
schlagfertigen Leuten.

6. Machen Sie eine kritische Nachbereitung:
Was hätte ich auf diese oder jene Äußerung erwidern können?

7. Erweitern Sie Ihren Wortschatz. Nur wenn Sie über
einen umfangreichen Vorrat an Wörtern verfügen,
haben Sie für jede Gelegenheit das treffende Wort.
Je größer Ihr Wortschatz, umso mehr Möglichkeiten
stehen Ihnen zur Verfügung.

8. Führen Sie ungeniert Selbstgespräche. Das aktiviert
Ihre Redefähigkeit und Ihren Wortschatz.

9. Malen Sie sich verschiedene Gesprächs- und Redesituationen
mit möglichst schlagfertigen Antworten aus.
Das übt nicht nur Ihre Schlagfertigkeit, sondern auch
Ihre Phantasie.

10. Studieren Sie die Beispiele dieses Newsletters.
Viele schlagfertige Antworten lassen sich, etwas abgewandelt,
auf andere Situationen übertragen.

Viel Freude, neue Impulse
und das eine oder andere Lächeln
wünschen Ihnen

Ihre Gabriele und Günter Zienterra
sowie das Institutsteam

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