Dieser Newsletter macht uns bewusst,
wie das Prinzip Waagschale hilft,
die Argumentationsführung zu leiten,
damit wir unseren wirklichen Schwerpunkt finden.
Expertentipp Nr. 1:
Es ist wichtig, die Argumentationsweise
und die Motivation unseres Gesprächspartners zu kennen.
Die ErlebnisRhetorik® des Instituts für Rhetorik
und Kommunikation richtet sich an all jene,
die in verschiedenen Gesprächsformen,
sei es eine Unterredung, ein Gedankenaustausch,
eine Besprechung etc.
entsprechend angemessen reagieren müssen.
Expertentipp Nr. 2:
Mit zunehmendem Alter
hört das Lampenfieber keineswegs auf.
Der Trost ist, übersteigerte Nervosität oder Angst
lässt sich bekämpfen.
Psychologen sprechen von Versagensängsten,
es ist die Angst vor Blamagen, es sind Imageschäden.
Scheitern wir bei einem Qualifikationsverfahren,
fürchten wir Unverständnis oder gar Häme der anderen.
Anstatt zu exponieren, verharren wir lieber in
der zweiten Reihe und verzichten auf den Aufstieg.
So wie heute bei der fünfundvierzigjährigen
gestandenen Leiterin einer Steuerberatungspraxis,
die Prüfüngssituationen nervös ausweicht und
"tausend Tode stirbt",
wenn sie vor anderen reden muss!
Wir leben mit den Erfahrungen der Vergangenheit,
wir kennen Mitmenschen, die sich eine gesunde
Erfolgsorientierung zu eigen gemacht haben,
sich effizient und einflußmächtig fühlen und
sich bei Mißerfolgen attestieren:
"Ich habe es gut gemacht, habe halt Pech gehabt."
Die anderen Menschen gehen davon aus:
"Es klappt doch nicht!"
Kommt es anders, führen Sie das
auf äußere Umstände zurück und darauf,
Glück gehabt zu haben.
Läuft etwa schief, glauben Sie, etwas falsch
gemacht zu haben.
"Mißerfolge schreiben sie sich selber zu."
Übrigens sind Frauen besonders anfällig
für dieses "sich-klein-machen" -
eine karriervernichtende Haltung.
Was tun?
Zum Beispiel aufmerksame Selbstbeobachtung.
Überlegen wir jetzt konkret:
Welche Dinge gehen mir vor einer beruflichen
Herausforderung durch den Kopf?
Sätze wie "Das muss ich gar nicht erst ausprobieren"
oder "Das hat alles keinen Zweck"?
Expertentipp Nr. 3:
Solche negativen Prognosen sollten hinterfragt werden.
Was war damals wirklich, was aber ist jetzt?
Manche Dinge von früher sind heute längst vergessen...
Solche Überlegungen entlasten.
Für den ängstlichen Kopf müssen neue Leitsätze her:
"Irren ist menschlich!"
"Wo gehobelt wird, da fallen Späne!"
"No risk, no fun!"
Hilfreich bei der Angstreduktion
sind klassische Entspannungstechniken,
autogenes Training oder progressive Muskelentspannung nach Jacobsen.
Wenn Sie sich diese zu Körper und Gemüt führen,
- über eine CD oder einen Kurs -
und dabei in spielerischer Form üben,
dann konditionieren Sie die schweißtreibende Situation
mit einem entspannten Zustand.
Das gibt innere Sicherheit und vermittelt das Gefühl,
wir können etwas machen, und sind nicht der Angst ausgeliefert.
Ermuntern: Gabriele und Günter Zienterra.
Auch beruhigend:
schon konzentrierte Bauchatmung mindert den Druck.
An bedrohlichen Tagen X helfen Rituale.
Zum Beispiel: "Wir ziehen uns kurz zurück und
formulieren einen positiven Vorsatz.
Wenn wir uns in einer Alarmstellung befinden,
haben wir nicht mehr
den Zugriff auf unser Wissen
über das wir verfügen.
Wir raten auch zu kleinen Tricks:
Vor einer Verhandlung
Lassen wir uns vorher abfragen und
üben wir im Rollenspiel. Antworten schreiben wir
uns auf einen Spickzettel,
den wir nicht brauchen werden - einerseits,
weil wir den tückischen Stoff so komprimiert
zusammengefasst haben, dass wir ihn nachts
herunterbeten können, andrerseits,
weil uns das Gefühl der Notfallnotizen beruhigt.
Außerdem beruhigt ein konkreter Lern- und Projektplan
ein strategisches Vorgehen.
Ebenso entlastend ist es,
sich Nervosität einzugestehen,
Ängste nicht zu verheimlichen, und vor anderen zuzugeben,
z.B. "Ein bisschen Muffensausen habe ich schon!"
Bei Präsentationen auskundschaften,
ob es Meinungsbilder oder Vorwitznasen im Publikum gibt.
Klären: wer sitzt mir gegenüber, gibt es Eigenarten,
was reiten die für Steckenpferde?
Mit welcher Dienstleistung oder welchem Produkt sind meine
Gesprächspartner beschäftigt, wie ist die Präsenz des
(regional / überregional) Unternehmens?
Wie kompetent und fachlich qualifiziert sind die Zuhörer?
Sind es Studenten oder Fach- bzw. Führungskräfte?
Die ev. hausinterne Zeitung, die neuesten
Veröffentlichungen des einen oder anderen in der
Zuhörerschaft sollten wir kennen.
Und sich dann gezielt etwas ausdenken,
wo Sie widersprechen können:
"In Ihrer hausinternen Zeitung (oder www)
habe ich etwas gelesen, das sehe ich anders!"
Den Gesprächspartner möchte ich sehen,
der sich nicht gebauchpinselt fühlt."
Wird im Gespräch ein Thema abgefragt,
von dem wir keine Ahnung haben,
hilft Ehrlichkeit. "Verbal eine Lücke zu lassen,
macht einen besseren Eindruck,
als rumzudrucksen."
Expertentipp Nr. 4:
Wenn wir vor einem bedeutendem Auftritt
bis 2 Uhr nachts wach liegen,
dann liegen wir eben wach. Nicht hadern!
Was passiert im schlimmsten Fall?
Fliege ich aus der Firma?
Merke: es gibt auch ein Leben
nach einem mißlungenem Auftritt.
Peinlich ist es nur,
sich solchen Herausforderungen
gar nicht erst zu stellen.
Den Gau durchspielen, der dann keiner mehr ist!
Motto: ein wenig Aufregung tut durchaus gut
und schafft Konzentration!
Wir geben allen unseren Lesern
und dem Buch "Moderation" von Gabriele Zienterra
ein herzliches "Glück auf!" mit auf den Weg.




