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Newsletter Objekt vom 19.09.2003

Spätsommerliche Grüsse
an alle Rhetorik-Freunde.

Unser Leben ist das,
was unsere Gedanken daraus machen,
Wort- und Beziehungsbewusste Rhetorik-Freunde.

Es gibt Orte, Begegnungen und Worte,
die bleiben ein Leben lang.
Sie wissen es:
Es gibt viele Orte und Gelegenheiten,
Bekanntschaften zu schließen und
Beziehungen anzuknüpfen.

Christian Morgenstern bemerkte:
“Es gibt Menschen, deren einmalige Berührung
einen Stachel in uns zurück lässt;
ihrer Achtung und Freundschaft wert zu bleiben.“
Das beste Mittel, den anderen zu verstehen ist,
ihn im Gespräch zu Worte kommen zu lassen und
ihn anzuhören.

Das Gespräch ist eine Grundform
menschlichen Begegnens, mit dem Mittel der Sprache.
“Ins Gespräch kommen.“
Es kommt nicht nur darauf an,
was gesagt wird, sondern auch,
wie es gesagt wird.
“Wir müssen lernen, miteinander zu reden.“
Das heißt, wir wollen nicht nur unsere
Meinung wiederholen, sondern hören,
was der andere denkt.
Einfach formuliert:
“Die Menschen reden nicht miteinander,
sie bewerfen sich mit Worten.“
Das ECHTE Gespräch ist ein Kind der Freiheit.

Also:
„Wer Beziehungen zu anderen Menschen knüpfen will,
übe vor allem die Tugend des Taktes.“
Man sagt auch:
Fingerspitzengefühl,
Anstand,
Benehmen,
Höflichkeit,
Bildung,
Manieren,
auch Zurückhaltung.

“Takt...
ist alles,
was sich ...
mit Richtung, Zeit, Rhythmus, Schicksal,
der Blick des Menschenkenners verbindet.
Wenn wir wertvolle Beziehungen im Leben erwerben
und pflegen wollen,
müssen wir nicht nur verstehen,
uns anderen Menschen bekannt zu machen,
wir müssen auch die Fähigkeit besitzen,
den Partner wesensmäßig zu erfassen
und danach zu handeln.
Wir können nicht darauf verzichten,
durch persönliche Begegnungen Menschen kennen zu lernen
und soweit wie möglich zu beurteilen.

Wie kommt nun das sich Kennen lernen der Menschen
untereinander in Gang?
Als erstes tritt dem Auge die Gestalt
als Einheit entgegen.
Jemand kommt, stellt sich vor, setzt sich zu uns
und knüpft eine Unterhaltung an,
oder es setzt eine verabredete Besprechung ein.

Einer schaut den anderen an,
mustert ihn, und bildet sich oft zu rasch
über sein Gegenüber unbewusst ein erstes Urteil.
Auch das Minenspiel – und Gebärdenspiel und der Gang
sind ein Verhaltensausdruck des Innern.

“Wenn Sie herausfinden wollen, wie klug oder wie dumm,
wie gut oder wie böse einer ist oder was er in diesem
Augenblick denkt, so ahmen Sie genau seinen Gesichtsausdruck nach
und warten ab, was für Gedanken und Gefühle
daraufhin in Ihrem Herzen aufsteigen.“

Jedenfalls hilft Menschenkenntnis wesentlich mit,
in diesem uferlosen Meer Anker zu werfen.
Wir alle sprechen,
bewusst oder unbewusst auf das Minenspiel
des anderen an.
Unter Gestik verstehen wir
das menschliche Bewegungsspiel.
Obwohl auch die Gestik
und die Gangart willentlich trainiert werden kann,
bleibt jedem doch ein individueller Stil anhaften,
so dass wir Bekannte oft schon von weitem
am Rhythmus des Ganges erkennen.

Neben Mimik und Gestik trifft ein drittes Ausdrucksmittel
die Sprache.
Jeder Mensch spricht anders.
Die Sprechart unterscheidet sich zum Beispiel
nach dem Melos, dem Rhythmus, dem Tempo, der Klarheit
oder der Akzentuierung, der Klangfarbe, der Stimmkraft usw.
Auch der Laie kann vielerlei Zutreffendes
aus der Sprechart heraushören.
Dadurch ist es uns möglich,
zur Erleichterung und Kontrolle mitmenschlicher
Beziehungen beizutragen.

Merke: Je intelligenter der Mensch ist, desto größer
ist sein Wortschatz in der eigenen Muttersprache;
aber auch in fremden Sprachen:
„So viel Sprachen jemand kann,
so oft ist er Mensch.“

Und nun schreiben Sie uns:
Denn, wenn Sie schreiben,
zwingen Sie sich,
Gedanken zu ordnen.
Das Verfassen eines persönlichen Tagebuches hilft,
Dinge zu begreifen.
Aktives Schreiben kann das Gehirn
besser auf Trab bringen als Lesen.
Oder bitte schreiben Sie uns Ihre Reden, Vorträge
oder Ihre Gedanken zu den Themen:


“Selbstsicheres Auftreten, Sprechen, überzeugend Reden,
wendig Diskutieren“
oder
“So setzt sich eine Frau mit Diplomatie durch.“
“Lebendiges und wirkungsvolles Präsentieren.“
“Besprechungen effektiv moderieren“
oder einfach zum Thema „Rhetorik und Kommunikation“.

Wir werden Ihre Beiträge anonym oder mit Ihrem Namen und Anschrift,
wenn gewünscht, in einem Buch mit dem Titel:
„Erlebnis Rhetorik von A bis Zienterra“ – Die besten Regeln aus 36 Jahren
Berufserfahrung veröffentlichen.
Die besten Beiträge werden ausgelost und prämiert und
die Verfasser erhalten einen Freiplatz in einem unserer
bewährten Seminare.

Wachse an Dir. Finde zu Dir. Beweise Dich.

Bis zum nächsten Kontakt!
Ihre Gabriele und Günter Zienterra

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