Zienterra Institut für Rhetorik und Kommunikation
Rhetorik Seminare für Gespräche, Präsentationen und Verhandlungen.
Stellen Sie sich vor…
Ein Unbekannter klingelt an Ihrer Haustür und fragt, wie es Ihnen geht. Als Dank für die Auskunft reicht er Ihnen einen Umschlag mit 50 Euro. Mit dem Geld dürfen Sie sich kaufen, was Sie wollen. Sie müssen es nur bis Sonnenuntergang ausgeben.
Danach besucht der Merkwürdige Ihren Nachbarn. Auch er soll sagen, wie er sich fühlt, und erhält 50 Euro – unter der Bedingung, dass er sie verschenkt. Er kann für einen guten Zweck spenden, einen armen Menschen unterstützen oder einem Kind ein Spielzeug kaufen. Hauptsache, er ist das Geld bis zum Abend los.
Nach Einbruch der Dunkelheit ruft der Unbekannte Sie an und möchte wissen, was Sie sich schönes gekauft haben – und wie es Ihnen geht. Dieselbe Frage muss auch Ihr Nachbar beantworten. Wer ist mit seinem Geld nun glücklicher geworden?
Fragt man die Beschenkten zu Beginn, ob es sie glücklicher machen würde 50 Euro für sich selbst auszugeben
oder sie anderen zu spendieren, so möchten die meisten lieber sich selbst einen Wunsch erfüllen. Am Ende des Tages stellt sich die Sache jedoch anders dar: Ganz gleich, was die Leute zuvor geantwortet hatten – immer waren diejenigen in besserer Stimmung, die mit dem Geld andere eine Freude bereiten sollten.
Diese Geschichte ist kein Märchen. Daraus lässt sich einiges lernen: Wer freiwillig etwas für andere tut, verschafft sich gute Gefühle – nicht nur für den Moment, sondern auf Dauer.
Der Einsatz für andere steigert die Lebenszufriedenheit.
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