Zienterra Institut für Rhetorik und Kommunikation
Rhetorik Seminare für Gespräche, Präsentationen und Verhandlungen.
Vielleicht kennen Sie das: Sie rufen jemand Unbekanntes an und innerhalb von wenigen Sekunden haben Sie ein Bild der betreffenden Person vor Augen. Schublade auf, Mensch rein, Schublade zu. Da kommt derjenige nur schwer wieder raus.
Oder Ihre Nachbarin ruft an. Sie wissen aufgrund der Stimme nicht nur, dass es Ihre Nachbarin ist, Sie wissen auch ganz genau, in welcher Stimmung sie sich gerade befindet. Wir glauben immer eher den stimmlichen Merkmalen, als dem eigentlichen Inhalt. Steht also jemand auf der Bühne und sagt mit Grabesstimme: „Ich freue mich, Sie begrüßen zu dürfen“ – und wir alle kennen solche Redner aus leidvoller Erfahrung – dann erwarten Sie vermutlich keinen spannenden Vortrag mehr. Umgekehrt gilt das natürlich genauso. Erzähle ich Ihnen freudestrahlend, dass meine Geldbörse mit Versicherungs-, und Bankkarten, Ausweis und Führerschein und 89 Euro Bargeld gerade gestohlen wurde und meine Wohnung ausgebrannt ist, dann wird Sie das irritieren.
Vielen Menschen ist bewusst, wie wichtig die menschliche Stimme für effektive Kommunikation ist, und trotzdem passiert in meinen Seminaren oft folgendes: Sobald es daran geht, die Stimme in Übungen einzusetzen, und ich gerade beginne meist mit einem leichten Summen, setzen die Hemmungen ein. Es ist fast eine Art Schamgefühl das entsteht. Die eigene Stimme wird als komisch oder peinlich wahrgenommen. Jedoch: Meine Stimme ist nicht für mich. Meine Stimme und die Worte, die ich damit forme, sind immer für mein Gegenüber. Gedanken müssen geteilt werden. Nuschle ich meine Worte hemmungslos in mich hinein, können Sie keinen Effekt haben.
Na klar – wir können immer unsere Kindheit dafür verantwortlich machen, dass wir so unsouverän mit unserer Stimme auftreten. Vermutlich ist das auch so: „Sei nett, sei leise, gib die richtige Antwort, sei ein guter Schüler...“ Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Spätestens mit zehn Jahren haben die meisten von uns aufgehört tief in den Bauch zu atmen, und da die Atmung die Grundlage für die Stimme ist, kann man da nur sagen: Stimme ade!
Die Frage jedoch ist:
Was hält Sie jetzt davon ab, Ihre Stimme so einzusetzen, dass Sie wirklich wahrgenommen werden. Jeder von Ihnen hat etwas zu sagen. Jeder von Ihnen hat Gedanken, die es wert sind gehört zu werden. In jeder Präsentation, in jedem Gespräch.
Motivieren Sie mit Stimme und Sprache! In unserem Stimmtraining "Mit Körpersprache und Stimme zu mehr Präsenz" lernen Sie es, wie es geht.
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